Unsere Standorte

Hier finden Sie unsere zahlreichen Standorte rundum Rhenus. Sie können zwischen Ländern, den dazu gehörigen Standorten, Geschäftsbereichen, sowie Standorten in Ihrer Nähe wählen.

Brexit

Sehr geehrte Kunden,
am 29. März verlässt das Vereinigte Königreich die Europäische Union. Trotz der aktuellen Ungewissheit erwarten wir immer noch, dass der Gesetzesentwurf für den Austritt ratifiziert wird. Nach wie vor ist es aber wichtig, die Möglichkeit eines „harten“ Brexit (d.h. ohne Abkommen) in Betracht zu ziehen. Wir hoffen, dass Ihnen die folgenden Informationen helfen, Ihre Vorbereitungen für einen harten Brexit zu treffen.

Für Unternehmen, die heute ausschließlich Handel innerhalb der EU betreiben, könnte ein „harter“ Brexit dazu führen, dass erstmalig die Zollanforderungen / Umsatzsteuerverfahren, die mit dem Handel außerhalb der EU verbunden sind, zum tragen kommen. Die aktuellen Leitlinien der Regierung lehnen sich bestehenden Verfahren für den Handel außerhalb der EU an, wenn das Vereinigte Königreich am 29. März die EU ohne jegliches Abkommen verlässt.

Im Falle, dass das Vereinigte Königreich die Europäische Zollunion ohne Abkommen verlässt, gelten die Zollverfahren für den Handel mit der EU annähernd einer Drittlandsabfertigung.

Die Situation ändert sich kontinuierlich, aber da der Stichtag 29. März unmittelbar bevorsteht, möchten wir Sie nachfolgend darüber informieren, wie Sie sich am besten auf den „harten“  Brexit vorbereiten können.

WIE KÖNNEN SIE SICH AUF EINEN BREXIT OHNE ABKOMMEN VORBEREITEN?

  • Beantragen Sie eine EORI-Nummer: eine EORI-Nummer ist für den Handel von und nach Großbritannien erforderlich. Wenn Sie bis jetzt keinen Handel außerhalb der EU betrieben haben, sollten Sie eine „Economic Operators´ Registration and Identification Number“ (Nummer zur Registrierung und Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten) beantragen. Dies ermöglicht den Zollbehörden, Zollanmeldungen und Zollabfertigung für Importe und Exporte zu bearbeiten.  Für die Beantragung einer EORI-Nummer bitte hier klicken.
  • Ermitteln Sie die zolltarifliche Einstufung Ihrer Waren: dies ist erforderlich, um Erklärungen auszufüllen, und ermöglicht Ihnen, festzustellen, ob Zölle zu zahlen oder aufgehoben/außer Kraft gesetzt wurden. Für weitere Hinweise bezüglich der zolltariflichen Einstufung bitte hier klicken.
  • Ermitteln Sie den Wert Ihrer Waren: dies ist auch für Zollerklärungen, für die Handelsstatistik und zur Berechnung der Umsatzsteuer/Zölle erforderlich. Es gibt 6 Methoden der Bewertung, die aufeinander folgend angewendet werden sollten, beginnend mit Methode 1, bis die richtige Bewertung erzielt wird.

Methoden der Zollwertfeststellung Art. 70,74 Abs. 1 & Art. 74 Abs. 3 UZK

1. Transaktionswert - Kaufpreis - Basis für Zollwertberechnung
2. Transaktionswert - Gleiche Waren - Art. 1 Abs. 2 Nr. 4 USK DVO
3. Transaktionswert - Ähnliche Waren - Art. 1 Abs. 2 Nr. 14 USK DVO
4. Deduktive Methode - Es liegt kein Verkauf vor - Zollwert auf Grund des Weiterverkaufs
5. Errechneter Wert - Zollwert wird anhang von Kalkulationsunterlagen des Importeurs berechnet
6. Schlussmethode - Wenn 1-5 nicht anwendbar sind - z.B. Schätzen der Zollbehöre

Die Wertermittlung muss in dieser Reihenfolge abgewickelt bzw. geprüft werden.

  • Ermitteln Sie die Herkunft Ihrer Waren: Dies wird hilfreich sein, um festzustellen, ob Ihre Waren den Anforderungen für eine Zollpräferenz bzw. für einen Erlass genügen und Gegenstand eines Erklärungsverfahrens sein sollten. Für weitere Informationen bitte hier klicken.

WAS SIE IM BLICK BEHALTEN MÜSSEN:

  • Ihr Kunde im Vereinigten Königreich sollte in Betracht ziehen, sich für „vorläufige vereinfachte Verfahren“ zu registrieren:  Diese stehen seit dem 7. Februar zur Verfügung und können die erforderliche Informationsmenge für eine Importerklärung reduzieren. Anträge, um alle zahlbaren Zölle aufzuschieben und um sich eine finanzielle Garantie zu sichern, müssen bis zum 30. Juni 2019 gestellt werden. Für weitere Informationen bitte hier klicken.
  • Für den Import nach Deutschland sollten Sie in Erwägung ziehen, einen Antrag auf ein Aufschubkonto zu stellen: Dies kann Ihren Cashflow optimieren. Bei Eintreffen Ihrer Waren in Deutschland wird über das Aufschubkonto  abgefertigt und evtl. Einfuhrzölle und Umsatzsteuer verzögert abgerechnet. Sofern Sie ein Aufschubkonto besitzen, sollten Sie Ihren aktuellen Dispositionskredit überprüfen.
  • Verkaufsbedingungen: Bitte beachten Sie, dass im Falle eines „harten“ Brexit evtl.  Freihandelsabkommen, die aktuell für den Handel mit dem Vereinigten Königreich gelten, nicht mehr gültig sind u.U. Zölle gezahlt werden  müssen.  Besprechen Sie die Auswirkungen und schaffen Sie sich Klarheit über die Verantwortung für Zahlungen.
  • AEO: AEOs (zugelassene Wirtschaftsbeteiligte) nimmt an Bedeutung zu. Firmen, die eine AEO-Akkreditierung nicht in Betracht gezogen haben, sollten überlegen, die Dienstleistungen eines AEO-akkreditierten Logistikanbieters (z.B. Rhenus Logistics) in Erwägung zu ziehen, um die Zollabfertigung  zu optimieren.   Für weitere Informationen bitte hier klicken.

WIE HAT SICH RHENUS AUF DEN BREXIT VORBEREITET?

  • Rhenus hat in zusätzliche Lagerungs- und Kontraktlogistik-Ressourcen investiert, um einer möglichen  Nachfrage gerecht zu werden.
  • Rhenus  hat über die 100%ige Tochter ALS seine Präsenz in England weiter ausgebaut. Somit verfügt Rhenus über ausreichend Kapazitäten um dem Anstieg an Zollabfertigungen im Hinblick auf den Brexit gut aufgestellt zu sein.
  • Rhenus Logistics hat seine AEO(F)-Akkreditierung erfolgreich verlängert und hat damit seine Position als zuverlässiger Handelspartner gefestigt. Zusammen mit unseren Kunden bereiten sich unsere engagierten Teams zielgerichtet auf den Brexit vor. Gemäß der jeweiligen Entwicklung der Lage werden wir unsere Leitlinien bezüglich des Brexits durch Updates auf unserer Webseite aktualisieren.

    Zusätzlich steht Ihnen Ihr bekannter  Rhenus Ansprechpartener vor Ort zur Verfügung, um alle Fragen zum Brexit beantworten zu können.
  • Sofern die Rhenus Gruppe als Zollagent in Ihrem Auftrag tätig werden soll, möchten wir Sie bitten das nachfolgende Formular (Link) auszufüllen. Das Ausfüllen dieses Formulars erlaubt Rhenus, Ihre Import- und Exportdokumentation zu erledigen. Wir bitten Sie, das ausgefüllte Formular an Ihre lokale Rhenus-Niederlassung in Deutschland zu schicken. Bitte hier klicken.

    • Download: Zollvollmacht zur Erstellung von Exportdokumenten
    • Download: Zollvollmacht zur Erstellung von Einfuhranmeldungen

    Obwohl die Situation des  Brexit unklar bleibt, sollten Sie Vorbereitungen für das Szenario des harten Brexit treffen, um für den Handel nach und aus dem Vereinigten Königreich aufgestellt zu sein.

    Die DIHK hat umfassende Informationen veröffentlicht, um Firmen über Export- und Importverfahren zu informieren, falls es zu einem Brexit ohne Abkommen kommt.

FRAGEN & ANTWORTEN

WIRD ES VORAUSSICHTLICH LANGE LKW-STAUS IN DOVER UND CALAIS GEBEN?
Es ist die feste Absicht der Regierung, Transportverzögerungen auf ein Minimum zu reduzieren. Die eingeführten Erleichterungen für Händler, Frachtführer und RoRo-Betreiber sind konzipiert, um minimale Störungen zu gewährleisten. Die Dienstleister können nichts gegen mögliche Steuerverfahren unternehmen, die eventuell in Calais/anderen EU-Einfuhrhäfen eingeführt werden. Daher werden sich voraussichtlich die Transportlaufzeiten verlängern.

BENÖTIGEN SIE MEHR INFORMATIONEN?

Unsere engagierten Teams in Deutschland und im Vereinigten Königreich fokussieren sich darauf, vorhandene Informationen stetig auszuwerten und zu aktualisieren.

Wenn Sie mehr Informationen über den Brexit benötigen, setzen Sie sich bitte mit Ihrem lokalen Ansprechpartner in Verbindung.

Ein Mitarbeiter des Rhenus-Teams steht Ihnen gerne beratend zur Verfügung.

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Kontakt

Rhenus Freight Logistics GmbH & Co. KG
Im Hülsenfeld 25
40721 Hilden
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Phone: +49 2103 919 0
Fax: +49 2103 919 616
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